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Gesättigte Fettsäuren in Schokolade mit 80 % und höherem Kakaoanteil

 

 

Schokolade mit ≥ 80 % Kakaoanteil enthält viel Fett – und davon einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, hauptsächlich aus Kakaobutter. Diese gesättigten Fettsäuren bestehen jedoch zu einem großen Teil aus Stearinsäure, die LDL-cholesterinneutral wirkt. Trotzdem zählt die absolute Menge.

Gesättigte Fettsäuren in Schokolade ≥ 80 % Kakao

Durchschnittswerte pro 100 g

Kakaoanteil

Gesamtfett

Gesättigte Fettsäuren

80 %

ca. 42–45 g

23–26 g

85 %

ca. 45–48 g

25–28 g

90 %

ca. 48–50 g

27–30 g

95–100 %

ca. 50–55 g

30–33 g

Etwa 55–60 % des Fettes sind gesättigte Fettsäuren

 

Welche gesättigten Fettsäuren sind das?

Typische Verteilung in Kakaobutter:

  • Stearinsäure (C18:0): ~33–36 % → LDL-neutral
  • Palmitinsäure (C16:0): ~24–26 % → LDL-steigernd
  • geringe Mengen anderer gesättigter Fettsäuren

Das unterscheidet dunkle Schokolade klar von Butter oder Kokosöl, wo Myristinsäure dominiert.

Portionen statt 100 g (praxisnah)

1 Stück dunkle Schokolade (~10 g)

  • gesättigte Fettsäuren: ≈ 2,5–3 g

2–3 Stücke (20–30 g, typische Portion)

  • ≈ 5–9 g gesättigte Fettsäuren

Das sind bereits 25–45 % der empfohlenen Tagesobergrenze.

Einordnung für die Gefäßgesundheit

Positiv

  • hoher Polyphenolgehalt
  • antioxidativ
  • Stearinsäure größtenteils neutral
  • kaum Zucker (je höher der Kakaoanteil)

Einschränkung

  • sehr hohe absolute Fettmenge
  • relevante Mengen Palmitinsäure
  • schnell Überschreiten der Tagesempfehlung möglich

 

Kurzfazit

Schokolade mit ≥ 80 % Kakao enthält etwa 23–30 g gesättigte Fettsäuren pro 100 g.
Sie ist kein „gefäßschädliches Fett“ wie Butter, aber auch kein Alltagslebensmittel in großen Mengen.

Empfehlung:
10–20 g dunkle Schokolade gelegentlich – als Genuss, nicht als Fettquelle.

Autor: wm