Es ist die Ciguatera. Nie davon gehört? Dabei ist die bis vor kurzem überwiegend in karibischen Gewässern auftretende Fischvergiftung jetzt auch auf den Kanarischen Inseln angekommen.

Vorsicht beim Verzehr von Zackenbarschen, Barrakudas und Stachelmakrelen! Diese Raubfische fressen andere Fische, die vorher Algen und Tang auf den Korallenriffen gefressen haben. Auf dem Tang und den Algen leben Geißeltierchen, die ein sehr starkes Nervengift produzieren.

Diese Nervengifte werden beim Kochen und Braten der Raubfische nicht zerstört!

Die Symptome einer Ciguatera sind: Nach 1–24 Stunden (meist fünf bis sechs Stunden) entwickeln sich Hautausschläge, Taubheitsgefühl in Lippen- und Mundschleimhaut, Diarrhoe, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden, teilweise mit charakteristischen neurologischen Symptomen, wie der Umkehr des Kalt-Warm-Empfindens, können oft über Wochen anhalten.