Unhealthy snacks in cartWir wissen es doch alle: Rauchen, Alkohol, fettes Essen, wenig Bewegung, Konsum harter Drogen sind die Dinge, die allgemein als Risiko für eine stabile Gesundheit, verbunden mit einem langen Leben, angesehen werden.

Was sind die Folgen eines ungesunden Lebensstils?
Fettleibigkeit (Adipositas), Diabetes mellitus Typ 2, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, belastungsabhängige Atembeschwerden, Gelenkbeschwerden (Arthrosen) bis hin zu verhaltensbedingten Krebserkrankungen (z.B. durch Rauchen und Alkohol).

Jedoch:
Vor allem Männer unterschätzen das Risiko eines ungesunden Lebensstils

An erster Stelle: Die Gefahr, die von „schlechten“ Fetten ausgeht, wird unterschätzt; das sind vor allem gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren.

An zweiter Stelle: Das Sterberisiko, welches vom regelmäßigen Rauchen (mehr als 20 Zigaretten pro Tag) ausgeht, wird deutlich unterschätzt. Fehleinschätzungen bis hin zu 1:10 Mio wurden bei einer Umfrage ermittelt. In Wirklichkeit liegt das Sterbe-Risiko bei 1:180

An dritter Stelle: Wer harte Drogen konsumiert, muss mit einem Sterberisiko von 1:215 rechnen. Illusionisten gehen von 1:100000 aus.

Am sensibelsten schätzen die Deutschen das Risiko regelmäßigen Alkoholkonsums ein.
Wer regelmäßig einen Liter Bier oder einen halben Liter Wein pro Tag trinkt ist per Definition alkoholabhängig und erhöht dadurch sein Sterberisiko auf 1:650. Der Hälfte aller Bundesbürger ist das durchaus bewusst.

Es ist natürlich eine Illusion zu glauben, dass, selbst beim Wissen um die Risiken verschiedener ungesunder Lebensstil-Arten, sich grundlegend etwas ändern wird.
Jeder definiert „Lebensqualität“ anders. Für den einen ist ein langes Leben erstrebenswert, für den anderen ist das überhaupt keine Motivation.

Letztendlich rechnen die Statistiker unserer Sozialversicherungssysteme mit dem vorzeitigen Ableben einer statistisch berechenbaren Population. Wenn jetzt auf einmal alle Mitbürger sich der Risiken eines ungesunden Lebensstils bewusst würden und danach handeln würden, kämen die Sozialkassen spätestens innerhalb einer Generation in eine desaströse Schieflage. Argumente wie, ältere Mitbürger tragen durch ihren Konsum doch wesentlich zum Bruttosozialprodukt bei, stimmen nur scheinbar. Die Rentenleistungen würden bei einer erhöhter Anzahl von Anspruchsberechtigten deutlich sinken. Die arbeitende Generation würde ein Mehr an Sozialabgaben nicht akzeptieren. Sozialer Unfrieden wäre vorprogrammiert.

FAZIT: Es muss aus volkswirtschaftlichen Gründen eine ausreichende Anzahl von Mitmenschen geben, die weiterhin einem „ungesunden Lebensstil“ frönen.
(Winfried Miller)