Gray1167 deDie Gebärmutter (der Uterus) ist bei nicht wenigen Frauen ein “problematisches” Organ.

Wenn durch Uterusprobleme Beschwerden im Unterleib über einen langen Zeitraum bestehen, kommt eines Tages unweigerlich der Moment, wo die betroffene Frau den Wunsch hat, die Gebärmutter operativ entfernen zu lassen.

Die Hälfte der Frauen, die sich den Uterus operativ entfernen lassen, ist zwischen 40 bis 49 Jahr alt. Als Gründe für eine Entfernung der Gebärmutter werden genannt:

• Uterusmyome
• Uterusvorfall (Prolaps)
• Menstruationsprobleme
• Endometriose
• Anomalien/Atypien im Bereich der Gebärmutterschleimhaut bzw. des Gebärmutterhalses

Uterusmyome:
70% aller Frauen fühlen sich nach der Entfernung eines Uterusmyoms besser und erleichtert. Ob sich vor der Operation ein medikamentöser Versuch zur Schrumpfung der Gebärmutter-Myome lohnt, um dadurch bessere Operationsbedingungen zu bekommen, kann nur ein erfahrener Operateur mit der betroffenen Patienten besprechen.

Menstruationsprobleme:
Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und es zu permanenten dysfunktionellen Blutungen kommt (Blutungen aus der Gebärmutter, die nicht durch Tumore bedingt sind), dann ist die Entfernung des Uterus (Hysterektomie) das Mittel der Wahl. Ob man vorher eine Hormonbehandlung versuchen sollte, muss ebenfalls zwischen den Beteiligten besprochen werden. Meiner Meinung nach ein unnötiges Hinauszögern mit erhöhten Risiken durch die Hormonbehandlung.

Endometriose:
Bei dieser Erkrankung kommt hormonsensitives Gebärmutterschleimhautgewebe auch außerhalb der Gebärmutterhöhle vor (Link).
Wenn die Gebärmuttermuskulatur von Uterusschleimhautgewebe durchsetzt ist, (Adenomyose), dann ist die Entfernung der Gebärmutter eine sinnvolle Entscheidung.

Atypien an Schleimhaut und Hals der Gebärmutter:
Wenn bei der Abstrichuntersuchung eine höhergradige Atypie festgestellt wird, dann stellt sich die Frage, einer „Radikallösung“ mit der Entfernung der Gebärmutter den Vorzug zu geben gegenüber einer sogenannten Konisation des Gebärmutterhalses.

Uterussenkung/-prolaps:
Eine Uterussenkung ist heutzutage kein Grund mehr für eine operative Entfernung der Gebärmutter.
(Winfried Miller)