Follicular lymphatic hyperplasia, CD 20
Neu aufgetretene Lymphknotenschwellungen im Hals-/Kieferwinkelbereich, in der Achsel oder in der Leiste sind in den meisten Fällen Folge einer normalen Reaktion unseres Immunsystems auf Infektionserreger im Rahmen eines grippalen oder einer bakteriellen Infekts. In wenigen Tagen werden die Schwellungen wieder zurückgehen/verschwinden.

In einigen Fällen, vor allem dann, wenn die Lymphknotenschwellungen länger bestehen bleiben (länger als 3 Wochen), kann es sich um Symptome einer Autoimmunerkrankung oder einer Krebserkrankung handeln. Lymphknotenschwellungen im Rahmen einer Krebserkrankungen sind häufig derb und selten schmerzhaft, wohingegen vergrößerte Lymphknoten im Rahmen einer Infektion geschwollen und druckschmerzhaft sind.

Mittels moderner, hochauflösender Ultraschallgeräte (Sonden mit mehr als 10 mHz) können vergrößerte Lymphknoten sehr sicher in „gutartig“ oder „verdächtig“ eingeordnet werden.

Mittels moderner Ultraschallgeräte werden bessere Ergebnisse erreicht als mit CT (= Computertomographie) oder MRT (= Kernspintomographie).

Im Ultraschall als „verdächtig“ eingeordnete Lymphknoten müssen anschließend durch eine Feinnadelbiopsie oder durch eine chirurgische Entfernung des Lymphknotens und darauf folgender feingeweblicher (histologischer) Bestimmung des Gewebstyps weiter untersucht werden. (Winfried Miller)