Salad (5)Der Mittelmeerraum, tropische Länder aber auch Osteuropa sind Risikogebiete für eine Hepatitis-Infektion. Eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus aber auch mit Hepatitis E-Virus sind klassische Reisemitbringsel.

Hepatitis A und Hepatitis E:
Nach der Infektion durch das Hepatitis A/E-Virus kann es zu Krankheitssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und grippeähnlichen Beschwerden kommen. In den meisten Fällen heilen Infektionen mit Hepatitis A/E-Viren nach dem Abklingen der Symptome folgenlos ab. Bei einigen Menschen verläuft die Infektion sogar unbemerkt ohne jegliche Symptomatik.

Wer jedoch eine vorgeschädigte Leber hat, schwanger ist oder ein Problem mit dem Immunsystem hat, bei dem kann der Verlauf kompliziert sein.

Hepatitis A-Viren werden fäkal-oral übertragen. Was heißt das? Hepatitis A-Viren, die nur beim Menschen vorkommen, werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Durch mangelhafte Hygiene können diese Viren in die Nahrung gelangen. Hepatitis A-Viren sind relativ umweltstabil, das heißt, die durch mangelhafte Hygiene der Hände auf Obst und Salat übertragenen Viren sind dort lange infektiös. Es gilt in diesen Reiseländern nach wie vor der bekannte Spruch für Obst und Gemüse: „Schäle oder koche es oder vergiss es!“
Neben Obst und Salat sind Muscheln und Austern am häufigsten mit Hepatitis A-Viren belastet. Auch Noroviren werden durch diese Meeresfrüchte übertragen. Wenn Sie trotzdem Muscheln genießen möchten, dann sollten Sie diese 2 Minuten bei 85 bis 100 Grad kochen. Das tötet die Erreger zuverlässig ab.

Für Hepatitis E-Viren gelten im Wesentlichen dieselben Übertragungswege. Im Unterschied zu den Hepatitis A-Viren kommen Hepatitis E-Viren aber auch bei Tieren (Schweine, Rinder, Kamele) vor. Im Urlaub werden Infektionen mit Hepatitis E-Viren vor allem durch verseuchtes Wasser verursacht, in unseren heimischen Regionen vor allem durch nicht durchgegartes Schweine- und Wildfleisch. Angeblich infizieren sich in Deutschland dadurch jährlich über 300.000 Menschen neu mit Hepatitis E-Viren.

Wie können Sie sich schützen?
1. Konsequente Händedesinfektion und Lebensmittelhygiene um Hepatitis A und E-Infektionen zu vermeiden
2. Sichtbar verschmutzte Hände mit Seife waschen und anschliessend mit einem rückfettenden Desinfektionsmittel die Hände einreiben (z.B. mit Sterilium®; in jeder Apotheke unter 10 Euro erhältlich)
3. Trinken Sie niemals nicht abgekochtes Leitungswasser; keine Eiswürfel in Getränke geben lassen die nicht aus abgekochtem Leitungswasser sind (in der Regel)
4. Schweine- und Wildfleisch solle nur durchgegart gegessen werden
5. Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr immer geschält und/oder gekocht (Gemüse) werden
6. Essen Sie keine rohen oder unzureichend gegarte Muschelgerichte
7. Impfung gegen Hepatitis A; gegen Hepatitis E gibt es keine Impfung
(WM)