Schon mal etwas von „Schungit“ gehört? Wenn ja, dann gehören Sie derzeit noch zum relativ kleinen Kreis von Eingeweihten/Informierten. Als ich mit der Recherche zu diesem Thema begann, war Schungit für mich ebenfalls ein Fremdwort, wie für die Meisten von Ihnen.

Was ist Schungit?
Schungit ist ein Mineralgestein mit einem speziellen Kristallgitter. Schungit hat einen hohen Anteil an Kohlenstoff (bis zu 98%). Jetzt könnte man meinen, Kohle hat ebenfalls viel Kohlenstoff (bis zu 70%), was ist so Besonderes an Schungit?

Die einzigartige Anordnung der ringförmig aufgebauten Kohlenstoffatome zu 5er und 6er Kohlenstoffmolekülen ermöglicht kugelförmige Strukturen, die innen hohl sind und von außen einem Fußball mit seinen weißen und schwarzen Feldern sehr ähneln. Diese kugelförmigen Kohlenstoffstrukturen werden als Fullerene bezeichnet. In der Natur sind derartige Fullerene bisher nur in Schungit nachgewiesen worden.

Wo kommt Schungit vor?
Die bisher ergiebigsten Fundstellen von natürlich vorkommendem Schungit liegen in Karelien (Russland), am Onegasee und Ladogasee.

Es gibt drei verschiedene Qualitäten von Schungit:
1. den Edelschungit mit einem Kohlenstoffanteil von über 70-98%. Dieser Schungit hat einen metallischen Glanz
2. den schwarzen Schungit mit einem Kohlenstoffanteil von 50-70%, und
3. den grauen Schungit, dessen Kohlenstoffanteil zwischen 30-50% liegt.

Welche gesundheitlichen Wirkungen werden dem Schungit zugeschrieben?

Schungit entfaltet seine gesundheitsfördernden Eigenschaften am besten durch Kontakt mit Wasser.

Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts wurden in Russland heilende Kräfte von Wasser beschrieben, die in längeren Kontakt mit Schungitgestein waren. Das führte bereits 1714 zur Eröffnung von mehreren Kur-/Badeorten in Russland, in denen Schungitwasser innerlich und äußerlich zur Anwendung kam. Selbst Zaren nutzten die überlieferten Heilkräfte von Schungitwasser.

Wie kann man sich mit dem heutigen Wissen über den strukturellen Aufbau des Schungits (Fullerene), eine gesundheitsfördernde Wirkung erklären?

Die besondere Fullerenstruktur der Kohlenstoffatome ermöglicht die Anlagerung von Radikalmolekülen. Im Stoffwechsel unseres Organismus entstehen ununterbrochen, als Reaktion und Tribut auf den Sauerstoffverbrauch in den Körperzellen, Radikale, die aggressive Eigenschaften gegen Zellstrukturen (z.B. Zellwände, -hüllen) besitzen. Unser Immunsystem benötigt für seine Schutzfunktionen teilweise derartige Radikale, eine zu hohe Konzentration an Radikalen, wie sie beispielsweise bei Entzündungen anzutreffen sind, hat jedoch weitgehend schädigende Effekte auf unsere Zellen.

Auf den kugelförmigen Fullerenen des Schungitwassers können sich beliebig viele aggressive Radikale anlagern und miteinander zu ungefährlichen Molekülen reagieren.

Schungitwasser fungiert demnach als ein selbstregenerierendes und unerschöpfliches Antioxidanz, welches bereits in niedrigen Konzentrationen wirksam ist. Der Effekt soll tausendfach stärker sein als bei bekannten Antioxidanzien wie Vitamin C und Vitamin E.

Die seit Jahrhunderten überlieferten und beschriebenen gesundheitsfördernden Eigenschaften des Schungitwassers lassen sich durch den postulierten Wirkmechanismus als „Super-Antioxidanz“ erklären und zusammenfassen:

• Reinigung des Wassers von Mikroorganismen und organischen Schadstoffen
• Senkung des Radikalengehalts bei allen akut und chronisch entzündlichen Erkrankungen

Es gibt praktisch keine gesundheitlichen Beschwerden, die nicht auf der Basis von Entzündungen beruhen. Damit ist Schungitwasser, innerlich und äußerlich angewendet, immer eine Option.

Wie kann ich zuhause Schungitwasser selber herstellen?

Sie benötigen 300-400 Gramm eines hochwertigen Schungitminerals (z.B. Powerschungit®).

Geben Sie das Schungitgestein in eine Glaskaraffe mit 2 Liter Fassungsvermögen und füllen Sie mit Wasser auf. Stellen Sie das Gefäß an einen hellen Ort. Bereits nach einer Stunde sind keimtötende Eigenschaften dieses angesetzten Wassers nachweisbar.
Belassen Sie diesen Wasseransatz für 3 Tage in dem Glasbehältnis. Danach gießen Sie dieses Wasser in ein anderes Glasgefäß ohne Schungitsteine und trinken davon täglich 100 ml.

Das Glasgefäß mit dem Schungitmineral wird nach dem Umschütten gleich wieder mit 2 Liter Wasser gefüllt und erneut für 3 Tage stehengelassen.

Wenn Sie äußerliche Beschwerden/Entzündungen haben, dann können Sie mit Schungitwasser getränkte Auflagen auftragen.

Die Anwendungsbereiche für Schungitwasser sind nahezu unerschöpflich. Wenn auch Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit Schungitwasser machen wollen, besorgen Sie sich ein qualitativ hochwertiges Schungitmineral.

Informationsmaterial zu Schungit und Schungitwasser gibt es genügend im Internet (teilweise mit fraglicher Qualität).

Wenn Sie sich für ganzheitliche Aspekte von Mineralien/Edelsteinen interessieren, empfehle ich Ihnen das neuerschienene Buch „Geheimnisse der Edelsteine in der Neuzeit“ von Klaus Drexel und VadimTschenze, ISBN: 978-3-9523420-8-4.
(Winfried Miller)