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Wenn man den Ergebnissen einer Studie von Forschern aus New York glauben schenken darf, soll der gemessene PSA-Wert zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr für eine Aussage, ob der Mann im weiteren Verlauf (in den nächsten 30 Jahren) an einem Prostatakarzinom erkranken wird, am wertvollsten sein.

Dabei wurde ein kritischer PSA-Wert von 1,6 microgramm/Liter ermittelt. Wer als Mann diesen oder höhere Werte im Alter zwischen 45 und 49 Jahren erreicht, gehört angeblich zur Risikogruppe.

Meine Meinung dazu:
Die Intention dieser Studie ist vor allem ein volkswirtschaftlicher Ansatz: Wie kann man die Kosten der Krankenkassen für die PSA-Untersuchungen senken? Die statistischen Auswertungen der Studiengruppe führen folglich auch zu der Empfehlung, bei einem PSA-Wert unter 1,0 microgramm/Liter im Alter zwischen Mitte bis Ende 40, eine erneute Vorsorgeuntersuchung erst Anfang 60 durchführen zu lassen. Bei höheren Basiswerten sollten die Männer im zweijährigen Rhythmus kontrolliert werden.

Aus Erfahrungen in eigener Praxis kann ich davon nur abraten. Jeder Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr jährlich den PSA-Wert im Rahmen einer Gesundheitsuntersuchung bestimmen lassen. Sollte die private Krankenkasse das nicht bezahlen oder Ihr Arzt die Untersuchung nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse machen wollen: der Laborpreis liegt bei ca. 35 €.

Sollte tatsächlich ein leicht erhöhter PSA-Wert gemessen werden, nicht in Panik verfallen! Erstmalig erhöhte PSA-Werte sind in den seltensten Fällen durch ein Prostatakarzinom verursacht. Der Wert sollte in 6 Wochen im gleichen Labor erneut bestimmt werden. In dieser Zwischenzeit wird zuhause eine „Prostata-Kur“ durchgeführt. (Winfried Miller)