Üblicherweise wird die Strahlentherapie mit Photonen durchgeführt. Diese Strahlenpartikel geben einen Teil ihrer Energie beim Eintritt in den Körper ab, einen größeren Teil der Energie im Tumorbereich und einen Teil, als sog. „Durchschuss“, im Bereich hinter dem Tumor. Je nach Lokalisation kann das Hautentzündungen (beim Strahleneintritt) und Entzündungen von inneren Organen (z.B. Darm, Blase, Lunge etc.) als Folge der noch vorhandenen Strahlenenergie nach dem Tumorbett mit sich bringen.

Die Protonentherapie hat dem gegenüber den Vorteil, dass die Strahlenenergie wesentlich gezielter, gerichteter in den Tumorbereich gebracht werden kann. Ein „Durchschuss“ mit den bekannten Folgen tritt bei der Protonentherapie deutlich seltener und wenn, dann in den Folgen wesentlich gemäßigter auf.

Warum werden dann eigentlich nicht alle Strahlentherapien als Protonentherapie durchgeführt?

Ganz einfach! Es gibt hunderte von „normalen“ Strahlentherapie-Einrichtungen mit der klassischen Photonenstrahlung und nur sehr wenige Protonentherapieplätze.

Die Vorreiterfunktion in der Protonentherapie in Deutschland hat das Rinecker Protonentherapie Centrum in München übernommen. Dort stehen fünf hochmoderne Bestrahlungseinheiten zur Verfügung.

Das Behandlungsspektrum für eine Protonentherapie ist sehr groß. Nach Jahren der Ablehnung der Protonentherapie durch die klassischen Strahlentherapeuten scheint man sich jetzt auch in diesen „etablierten Kreisen“ für die Protonentherapie erwärmen zu können. Lesen dazu hier mehr dazu.