Bilirubin pigment in cholestatic liverEine leichte Erhöhung des indirekten Bilirubins (gelber Gallenfarbstoff) wird bei Laboruntersuchungen meistens zufällig entdeckt. Die Betroffenen sind lebergesund und spüren von ihrer vererbten Stoffwechselstörung nichts.

 

In der Medizin wird dieses Syndrom Morbus Meulengracht oder Gilbert-Syndrom genannt. Eine Behandlung gibt es nicht und ist auch nicht notwendig. Soweit war das schon lange bekannt.

 

Jetzt haben österreichische Forscher herausgefunden, dass die leicht erhöhten Bilirubinwerte sogar vorteilhaft für die Gesundheit sind:

 

  1. Stoffwechsel der Leberzellen wird angeregt
  2. Körpergewicht wird verringert
  3. Cholesterinwerte werden gesenkt
  4. Altersbedingte Erkrankungen treten seltener auf
  5. Deutlich weniger oxidativer Stress

 

Der Bilirubinspiegel dieser Menschen steigt übrigens beim Fasten, unregelmäßigen Essen und in Stresssituation leicht an auf Werte um bis zu 2,5 mg/dl. Manche Betroffene berichten dann über unspezifische Bauchbeschwerden. (WM)

 

Quelle 1

Quelle 2