Vor wenigen Tagen ist erneut eine Diskussion um Cola-haltige Getränke durch die Medien getragen worden.

Anlass war die Veröffentlichung eines Reports einer Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern aus USA zu dem Farbstoff, der das Cola dunkel macht. In diesem Farbstoff (aus Zuckerlikör) ist die Substanz 4-MEI enthalten. 4-MEI ist als potentiell krebserregend in Tierversuchen eingestuft worden.

Warum wird in den im Bundesstaat Kalifornien weniger von diesem Farbstoff dem Cola-Getränk zugesetzt als in allen anderen Ländern der Welt?

Kalifornien hat 4-MEI auf die Liste der potentiell krebserregenden Substanzen gesetzt. Um diesen Umstand nicht auf dem Cola-Getränk deklarieren zu müssen (z.B. „…dieses Cola-Getränke kann möglicherweise Krebs verursachen …“) hat man die Konzentration der Substanz 4-MEI deutlich auf 4 Mikrogramm pro 335 ml Getränk abgesenkt. In allen anderen Bundesstaaten der USA und auch in allen anderen Ländern der Welt, in den das Cola-haltige Getränk verkauft wird, sind teilweise bis zu 80fache Mengen von 4-MEI in einer Dose des Getränks enthalten.

Der weltweit größte Hersteller von Cola-haltigen Getränken will von sich aus die Mengen an zugesetztem 4-MEI nicht absenken. Es sei alles sicher und gesundheitlich unbedenklich und er würde sich an die länderspezifischen Vorschriften halten.

Was sagt die EFSA, die europäische Lebensmittel-Überwachungsbehörde zu 4-MEI?

Auch diesmal drückt sich diese Behörde vor einer klaren wissenschaftlichen Aussage. Man soll 4-MEI in so niedrigen Konzentrationen wie möglich verwenden. Was ist das für ein wissenschaftliches Statement? (Winfried Miller)

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