Latte art1. Kaffee – deutlich mehr Vor- als Nachteile

2. Elektro-Zigaretten doch nicht so ungefährlich

3. Bei geschwächten Muskeln Vitamin D nehmen?

4. Zusätzliche Kalziumeinnahme bringt den Knochen nichts

5. Was ist weltweit das größte Krankheitsrisiko?

6. Wieviel Gluten ist da drin?

7. Aluminium in Impfstoffen sei vertretbar

8. Vitiligo mit einem neuen Rheumatherapeutikum gestoppt

9. Unterschiedliches Thromboserisiko unter Pille

 

1. Kaffee – deutlich mehr Vor- als Nachteile

Darmkrebs-Pateinten, die während und bis zu sechs Monate nach einer Chemotherapie täglich mindestens vier Tassen Kaffee tranken, hatten ein um bis zu 42% reduziertes Risiko für Rezidive (Wiederauftreten des Tumors) und für das Sterberisiko. Die Forscher haben noch keine schlüssige Erklärung für diese Beobachtung. Wahrscheinlich steigert Koffein die Insulinsensitivität und soll dadurch Entzündungen eindämmen.
Wer als Tumorpatient vorhandene Entzündungen im Körper (vor allem silent inflammation) reduzieren will, kann das sehr gut mit der Systemischen Enzymtherapie tun.

2. Elektro-Zigaretten doch nicht so ungefährlich

Die in E-Zigaretten enthaltenen Aromen könnten für die Schleimhäute des Mund- und Atemtraktes problematisch sein. In einer US-amerikanischen Studie als problematisch getestet wurden: Hot Cinnamin Candies, Banana Pudding und Menthol Tobacco.
Diese Untersuchungen fanden an Zelllinien statt.

Bei der Untersuchung des Dampfes stellten Forscher Substanzen fest, die potentiell Lungenkrebs fördernd sind: Acrolein, Acetataldehyde und Formaldehyd.

3. Bei geschwächten Muskeln Vitamin D3 nehmen?

Die mannigfaltigen positiven Effekte von Vitamin D werden jetzt durch eine weitere Erkenntnis erweitert: Vitamin D soll den Verlust an Muskelmasse sowie muskuläre Fehlfunktionen (eine Begleiterscheinung bei vielen Erkrankungen, z.B. Herzinsuffizienz, Krebs etc) positiv beeinflussen.
Es wird vermutet, dass durch Vitamin D die Kalzium-Versorgung im Zellinneren der Muskeln verbessert wird. Dadurch erhöht sich die Kontraktionskraft der Muskelzellen. Der aktuelle Vitamin D-Spiegel lässt sich einfach im Blut feststellen. Erfahrungen zeigen, dass die meisten Menschen (trotz viel Sonne) einen deutlich zu niedrigen Vitamin D-Wert haben. Bei den Meisten liegt der Wert unter 50 nmol/l.
Therapieoption: Einmal wöchentlich eine Vitamin D-Kapsel mit 20.000 IE einnehmen.

4. Zusätzliche Kalziumeinnahme bringt den Knochen nichts

Was seit Jahren immer wieder diskutiert wurde, erhält jetzt neue Nahrung: Wer regelmäßig zusätzlich Kalzium zu sich nimmt, um seine Knochengesundheit zu fördern, tut damit nur den Herstellern dieser Präparate etwas Gutes. Zusätzlich eingenommenes Kalzium stärkt weder die Knochen noch schützt es vor Knochenbrüchen.
Die derzeit von den Fachgesellschaften immer noch empfohlene tägliche Kalziumzufuhr von 1000 bis 1200 mg pro Tag hat demnach keinen wissenschaftlichen Hintergrund und dient eventuell anderen Interessen.

5. Was ist weltweit das größte Krankheitsrisiko?

Nein, es ist nicht das Rauchen! Es ist eine „ungesunde Ernährung“ die zu Übergewicht führt. Bisher dachte man, dass Unterernährung weltweit das größte Gesundheitsproblem sei.
Was ist als „ungesunde Ernährung“ ausgemacht worden?
Wenn wundert es: die permanente „Mast mit Kohlenhydraten“. Ob kalorienreiche Softdrinks oder die überall verfügbaren Kohlenhydrat-haltigen Nahrungs- und Genussmittel. Gehen Sie mal mit gewecktem Interesse in einen Lebensmittelmarkt zum Einkaufen. 75% der dort angebotenen Lebens- und Nahrungsmittel basieren auf Kohlenhydraten. Den Rest teilen sich Eiweiß- und Fett-haltige Lebensmittel.

6. Wieviel Gluten ist da drin?

Wer an einer Zöliakie leidet, der muss auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten, wer an einer Glutensensitivität leidet, sollte auf Gluten verzichten.
Bei nicht-diagnostizierten und unbehandelten Zöliakie-Patienten ist die Dünndarm-Schleimhaut stark geschädigt. Bereits Spuren von Gluten feuern die Erkrankung an.
Das sind in Deutschland, Schätzungen zufolge, ein Betroffener auf 270 bis 500 Mitbürger. Davon sind aber nur 10-20% klinisch tatsächlich als Zöliakie-Patienten einzustufen und spüren tagtäglich die Konsequenzen ihrer Erkrankung.

Wer an einer erhöhten Sensitivität auf Gluten leidet, der hat zwar durchaus erhebliche Darmbeschwerden, jedoch fehlt die Zerstörung der Darmzotten.

Von bayerischen Forschungseinrichtungen wurde aktuell ein Verzeichnis zum Glutengehalt verschiedener Lebens-/Nahrungsmittel herausgegeben (Link). Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, welche Unterschiede es gibt.

7. Aluminium in Impfstoffen sei vertretbar

Die für Impfstoffe zuständigen Behörden in Deutschland (BfArM und PEI) halten die Belastung durch Aluminium bei Impfstoffen für vertretbar. Ohne Aluminiumzusatz wären Tetanus- und Diptherie-Impfstoffe kaum herstellbar. Deshalb müsse man mögliche Nebenwirkungen hinnehmen. Als Nebenwirkungen werden bisher lediglich lokale Verhärtungen an der Injektionsstelle akzeptiert. Systemische Nebenwirkungen gibt es laut den Impf-Experten bei den Aluminium-haltigen Impfstoffen nicht. Die Vorteile der Impfungen mit Aluminium-haltigen Impfstoffen würden die möglichen Nebenwirkungen (Nachteile) überwiegen. Möge sich jeder daraus seine eigene Meinung bilden.

8. Vitiligo mit einem neuen Rheumatherapeutikum gestoppt

Amerikanischen Hautärzten ist es gelungen, bei einer Patientin mit Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen und die weißen Flecken sogar teilweise verschwinden zu lassen (Repigmentierung).
Die Patientin erhielt das Medikament Tofacitinib. 5 Monate nach Therapiebeginn war die Repigmentierung (Wiederherstellung der normalen Hautpigmentierung) fast komplett. Nebenwirkungen traten bei der Patientin nicht auf. Ein großer Erfolg!

9. Unterschiedliches Thromboserisiko unter Pille

Wenn Sie eine Pille zur Empfängnisverhütung einnehmen, dann sollten Sie die Inhaltsstoffe der Pille kennen. Wenn Sie ein reines Gestagenpräparat einnehmen, dann achten Sie auf die Art des Wirkstoffes.
Gestagene der neuesten (3. + 4.) Generation haben ein höheres Thromboserisiko als die Gestagene der älteren (2.) Generation.

2. Generation-Gestagene:
Levonorgesterel
Norethisteron
Norgestimat
Thromboserisiko: 6 Frauen pro 10000 Frauen/Jahr)

3. + 4. Generation-Gestagene:
Gestoden
Desogestrel
Drospirenon
Cyproteron
Chlormadinon
Dienogest
Nomegestrol
Thromboserisiko: 14 Frauen pro 10000 Frauen/Jahr)

Statistisch liest sich dass immer dramatischer (über 100% mehr Thrombosen bei Gestagen der 3. Generation!) als die echten Zahlen es tatsächlich darstellen.
Aber: Wollen Sie bei den 8 Frauen sein, die bei Verwendung von Gestagenen der 3. Generation ein Thrombose bekommen?

Besprechen Sie das am Besten mit dem Arzt, der Ihnen die Pille verordnet hat. Sie sind ja jetzt gut informiert.

Das BfArM (eine Aufsichtsbehörde des Bundes zur Überwachung von Arzneimitteln) hat aktuell nochmals auf diese Thematik hingewiesen. (BfArM).
(Winfried Miller)