PCO polycystic ovary
In einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin vom Dezember 2014 wurde über die Bedeutung der vaginalen Ultraschalluntersuchung zur genaueren Abklärung von zufällig festgestellten Eierstocks-Zysten berichtet. Bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums kommt es relativ häufig zum „Nebenbefund“ Eierstocks-Zyste/n, sowie auch bei vaginalen Tastbefunden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen.

Von 1000 Eierstocks-Zysten, die bei Frauen vor den Wechseljahren festgestellt werden, sind 999 ungefährlich und nicht mit einer Krebserkrankung vergesellschaftet. Viele dieser harmlosen Zysten können sich im Rahmen der hormonellen Einflüsse bei bestehendem Zyklus zurückbilden.

Eine vaginale Ultraschalluntersuchung sollte von erfahrenen Ärzten (i.d.Regel sind es Gynäkologen) mit einer Zusatzqualifikation durchgeführt werden. Neben der persönlichen Erfahrung und Zertifizierung des Untersuchers sollte eine hochwertige Geräteausstattung vorhanden sein.

Eine Laboruntersuchung auf den Tumorfaktor CA-125 kann bei Frauen vor den Wechseljahren falsch-positive Ergebnisse liefern, da auch gutartige Eierstocks-Zysten diesen Faktor bilden können.

Bei Frauen nach den Wechseljahren ist ein positiver CA-125-Wert, bei bekannten Eierstocks-Zysten, jedoch richtungsweisend hinsichtlich einer tumorösen Erkrankung.

In seltenen Fällen kann trotz bester Voraussetzungen keine eindeutige Diagnose „gutartig“ oder „vermutlich bösartig“ gestellt werden. Dann muss mittels minimal invasiver, chirurgischer Verfahren eine Abklärung herbeigeführt werden.
(Winfried Miller)