Kurkumina

Seit vielen Jahrzehnten wird in der komplementären Onkologie ein Wirkstoff aus der Gelbwurzel (Curcuma longa), das Curcumin, therapeutisch eingesetzt. Die Wirkung von Curcumin beruht zum einen auf der Reduzierung von chronischen Entzündungsgeschehen im Rahmen von Tumorerkrankungen (chronische Entzündungen fördern das Tumorwachstum!) als auch auf der Wiederherstellung der Mitochondrienfunktion in Tumorzellen.

Eine Forschergruppe an der LMU München hat den altbekannten Wirkstoff Curcumin untersucht und die Auswirkung auf den Zellstoffwechsel von Geweben untersucht. In Laborversuchen konnte das Wachstum von Prostata- und Brustkrebs-Zellen durch Curcumin gebremst werden.

Schön, dass dieser in der Praxis bei Tumorpatienten seit vielen Jahren beobachtete Effekt jetzt auch universitäre Weihen erhält.

Komplementär-onkologisch tätige Ärzte geben Curcumin in Kapselform immer zusammen mit Bioperin, einem Stoff aus Schwarzen Pfeffer. Dadurch wird die Aufnahme von Curcumin an der Darmschleimhaut erhöht.

In Laboruntersuchungen konnte vor einigen Jahren auch gezeigt werden, dass Curcumin in die Zellmembranen von Körperzellen eingebaut wird. Bei Tumorzellen wird die Zellmembran dadurch durchlässiger. Als Reaktion darauf, leitet die Tumorzelle schneller ihr Selbstmord-Programm (Apoptose) ein.

Bereits 2008 veröffentlichte eine Arbeitsgruppe um Prof. Gerd Birkenmeier, Universität Leipzig, immunologische Zusammenhänge von Curcumin auf Entzündungen und Tumorzellen. Leider wurden diese Arbeiten bisher zu selten in der Klinik berücksichtigt.

In meiner Praxis nutze ich Curcumin seit mehreren Jahren, oft in Kombination mit der Systemischen Enzymtherapie und anderen Optionen aus dem Bereich der komplementären Onkologie.

Sprechen Sie mich in meiner Sprechstunde darauf an! (Winfried Miller)