50% of the women have constipation or sometimes constipation.
Etwa 10 bis 15 Prozent der deutschen Erwachsenen leiden unter chronischer Verstopfung. Blähbauch, Völlegefühl und eine gestörte Stuhlentleerung sind vor allem bei Frauen häufig. Um die sogenannte Obstipation erfolgreich zu behandeln, setzen Gastroenterologen (= Spezialisten für Magen-Darm-Erkrankungen) unter anderem auf neue Medikamente: Diese sogenannten Prokinetika regen die Darmbewegung an.

Anhand eines Stufenkonzepts, das ausgehend von ballaststoffreicher Ernährung, in Ausnahmefällen sogar bis hin zur Operation reicht, können Verstopfungserkrankungen heute effektiv therapiert werden.

Zunächst Ursachen der Verstopfung abklären
Eine eingehende Untersuchung ist oft die Voraussetzung für eine wirksame Behandlung. Zu einer gründlichen Diagnostik gehört auch die Abklärung, ob die Verstopfung Folge einer anderen Erkrankung ist. So kämen zum Beispiel Diabetes mellitus oder eine
Schilddrüsenunterfunktion als Ursache in Frage. Auch eine Dauermedikation mit bestimmten Schmerzmitteln könne zu einer gestörten Darmmotorik führen.

Erste Maßnahme: Ernährung umstellen und Sport treiben
Bei milderen Formen hilft es oft schon, wenn der Betroffene mehr Ballaststoffe und Flüssigkeit zu sich nimmt und mehr Sport treibt.

Helfen diese Maßnahmen nicht, sieht die nächste Stufe dann den Einsatz von Abführmitteln vor. Wenn diese gut wirken und der Patient sie verträgt,
können Laxantien auch längerfristig eingesetzt werden.

Wer sich nicht mit dem Gedanken, Abführmittel nehmen zu müssen anfreunden kann, sollte sich einen Therapeuten suchen, der in TCM (= Traditioneller Chinesischer Medizin) erfahren ist. Mittels Akupunktur kann die Darmtätigkeit angeregt werden. Ärzte in Ihrer Nähe, mit einem Diplom in Akupunktur, finden Sie hier. Wie unterschiedlich der in TCM augebildete Therapeut das Symptom „Verstopfung“ sieht, entnehmen Sie bitte der folgenden Darstellung (link).

Bei hartnäckiger Verstopfung empfiehlt der Stufenplan die Einnahme sogenannter Prokinetika. Prokinetika vom Typ der 5-HT4-Agonisten sind eine neue Therapieoption. Diese Mittel regen die Bewegung des Magen-Darmtraktes an und helfen in der Mehrzahl der Fälle, die Beschwerden zu lindern. Die Hersteller-unabhängige Informationsschrift „Arznei-Telegramm“ hat jedoch bereits 2010 vor dem Einsatz einer Substanz aus der Gruppe der Prokinetika gewarnt (siehe hier).

Wenn nichts hilft, bleibt nur die Operation
Nur bei Patienten, die einem hohen Leidensdruck ausgesetzt sind und denen keine anderen Therapien helfen, ziehen die Mediziner auch eine Operation in Betracht. Die Entfernung von Dickdarm-Anteilen oder der Einsatz eines „Darmschrittmachers“, der mit schwachen elektrischen Impulsen die Sakralnerven stimuliert, ist nur bei schwersten Formen eine Behandlungsoption. (Winfried Miller)