Crohn's Disease vs Colitis ulcerosaWer an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) leidet, sollte jährlich zur Darmspiegelung (Koloskopie).

Warum?
Diese Patienten haben ein erhöhtes Risiko für kolorektale Karzinome (Dick-/Enddarmkrebs)

Weshalb ist das so?
Durch die chronische Entzündung und oftmals auch durch die begleitende immunsuppressive Therapie, welche das körpereigene Immunsystem unterdrückt, so dass sich die Autoimmunerkrankungen im Rahmen hält, wird die Tumorüberwachungsleistung des Immunsystems deutlich geschädigt.

Wenn bei der Darmspiegelung Auffälligkeiten gefunden werden?
Dann gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1. Ist der Dysplasiegrad (Grad der Entartung) der Biopsie auf niedrigem Niveau, dann gilt: Abwarten und regelmäßige Kontrollen im jährlichen Rhythmus fortführen
2. Ist der Dysplasiegrad auf hohem Niveau, dann gilt: Entfernung des betroffenen Dickdarmteils

Was bei CED-Patienten zusätzlich beachtet werden sollte:
• Sind Dünndarmkarzinome vorhanden?
• Sind Darmlymphome vorhanden?
• Besteht eine primäre sklerosierende Cholangitis?
• Ist der Tumormarker CA 19-9 erhöht?

Wer mittels Immunmodulatoren (Thiopurine, MTX, TNF-alpha-Hemmer) behandelt werden muss, hat grundsätzlich ein erhöhtes Risiko, in der Folgezeit an folgenden Krebsarten zu erkranken:
• Lymphome
• Hautkarzinome
• Nierenkrebs
• Blasenkrebs

Eine sorgfältige Nutzen-/Risiko-Einschätzung vor Therapiebeginn ist deshalb unabdingbar.

Wie kann das Entzündungsniveau auf natürliche Weise niedrig gehalten werden?
Um das Entzündungsniveau auf Darmschleimhautebene möglichst niedrig zu halten, wurden klinische Studien u.a. auch mit Omega-3-Fettsäuren durchgeführt.

Auf der Seite des Vereins „Kompetenznetz chronisch entzündliche Darmerkrankungen e.V.“ wird die Rolle der richtigen Fettversorgung thematisiert“ … „Wir wissen um antientzündliche Wirkungen von bestimmten Pflanzenstoffen und Fetten, wie zum Beispiel die Omega-3-Fettsäuren aus Fischölen. Hier haben Studien erste Hinweise darauf gegeben, dass sie positive Effekte auf die Entzündungsaktivität und auf die Darmschleimhaut haben, deswegen sollte Seefisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardine ein oder zwei Mal in der Woche auf dem Speiseplan stehen, wenn er gut vertragen wird (Quelle: Link )

Nachdem ein häufigerer Verzehr von Seefisch nicht Jedermanns Sache ist (geschmacklich und nicht zu vergessen: die hohen Kosten für qualitativ hochwertigen Seefisch), können Kapseln mit hochwertigen Omega-3-Fettsäuren eine Hilfe sein. Dazu gibt es einige Präparate auf dem Markt. Uns ist bei unseren Recherchen zu diesem Beitrag das Präparat PariSan® positiv aufgefallen. Eine bilanzierte Diätform mit wissenschaftlichem Hintergrund.
(Winfried Miller)