Bereits seit 2009 gibt es Hinweise, dass Metformin, ein in der Diabetes-Therapie häufig genutzte Substanz, das Auftreten einiger Krebserkrankungen hemmen könnte. Das wäre ein vorsorgender (präventiver) Ansatz.

Bei Mäusen konnte z.B. bei Mundschleimhautkrebs und Leberkrebs der positive Effekt von Metformin auf Tumorzellen nachgewiesen werden.

Diabetikerinnen, die über mehrere Jahre Metformin erhalten hatten, hatten ein deutlich niedrigeres Brustkrebsrisiko als Nicht-Diabetikerinnen (die natürlich auch kein Metformin erhalten hatten).

Ist Metformin eventuell eine Substanz, mit der eine Brustkrebserkrankung verhindert werden kann? Das werden Ergebnisse von Studien in einigen Jahren zeigen. Sprechen Sie schon jetzt mit Ihrem Arzt über dieses Thema.

Erste Hinweise zur positiven Wirkung von Metformin bei bestehenden Tumorerkrankungen wie Brustkrebs sind aktuell in diesem Jahr veröffentlicht worden. Demnach profitieren betroffene Frauen von Metformin durch ein langsameres Wachstumsverhalten des Tumors, eine neoadjuvante Chemotherapie (= Chemotherapie vor einer Operation) sprach besser an und insgesamt kam es zu einem positiveren Krankheitsverlauf (was immer das auch heißen mag).

Der positive Effekt zeigte sich sowohl für Östrogen- und Progesteron-abhängige Brusttumore als auch für HER2-negative Zellen.

Was spricht dann dagegen, bereits jetzt schon Brustkrebspatientinnen die Einnahme von Metformin in niedriger Dosis (500 mg) zu empfehlen? Bis Studien vorliegen, vergehen erfahrungsgemäß wieder Jahre. (Winfried Miller)
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