High Fat Foods - NCI Visuals OnlineEine aktuell veröffentlichte US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Brustkrebs-Patientinnen deutlich länger leben, wenn sie sich fettarm ernähren.

Zu Beginn eines Beobachtungszeitraum von 8,5 Jahren nahmen fast 20.000 Patientinnen eine Umstellung ihrer bisherigen Ernährungsgewohnheiten vor. Ziel dabei war, den Anteil von Fett an der Tages-Gesamtenergiemenge auf 20% zu reduzieren. Zur Sicherstellung der benötigten Tagesenergiemenge wurden im Speiseplan Obst, Gemüse und Getreideprodukte (Diätgruppe) verstärkt berücksichtigt.

Während der Beobachtungszeit von 8,5 Jahren waren bei den Frauen, die sich fett-reduziert ernährten, 8% weniger Brustkrebs-Erkrankungen festgestellt worden. Auch nach einer Brustkrebs-Diagnose führten diese Frauen die fett-reduzierte Kostform weiter. 27 Frauen aus der Diätgruppe verstarben im Laufe ihrer Brustkrebserkrankung an dem Tumorleiden; deutlich weniger, als in der Kontrollgruppe (Frauen, die sich nicht fett-reduziert ernährten). In der Kontrollgruppe starben im Beobachtungszeitraum 61 Frauen an Brustkrebs.

Im Nachbeobachtungszeitraum von insgesamt 16 Jahren zeigte sich jedoch, dass in der Diätgruppe nur 3% weniger Brustkrebsfälle festgestellt werden konnten.

Fazit: Die Ergebnisse dieser Studie sind meiner Meinung nach nicht geeignet, eine fettarme Ernährungsform als Schutz vor Brustkrebs zu empfehlen. Meiner Meinung nach sollte deutlich mehr auf eine Kohlenhydrat-reduzierte Ernährungsform geachtet werden. Ob Tumorzellen in nennenswertem Umfang entstehen und ausbreiten können ist nicht zuletzt auch eine Frage des individuellen Immunsystems jedes Menschen. Damit das Immunsystem seiner Kontrollfunktion nachkommen kann, müssen die Tumorzelljäger (NK-Zellen und zytotoxische T-Zellen) zahlenmäßig in ausreichender Menge vorhanden und diese Zellen müssen aktiv sein. Das kann durch einen Immunstatus im Rahmen einer Blutabnahme (2 x 5 ml EDTA-Blut) überprüft werden.

Sollte bereits eine Tumorerkrankung festgestellt worden sein, hat es sich nach meiner Erfahrung in der Praxis bewährt, neben dem Immunstatus auch die Zuckerabhängigkeit der Tumorzellen zu bestimmen. Zuckergierige Tumorzellen haben an Ihrer Zelloberfläche das Merkmal TKTL-1 und das Ausmaß kann mittels eines Bluttests bestimmt werden.
Lesen Sie dazu auch einen Beitrag von mir aus dem Jahr 2012: Link
(WM)