Ernst, Rodolphe - The Perfume Maker
In Studien wurden antibakterielle Wirkungen von lokal aufgetragenen ätherischen Ölen vielfach beschrieben. Bei Hautinfektionen, Wundheilungsstörungen und anderen Hauterkrankungen könnte ein Behandlungsversuch hilfreich sein.

Einige ätherische Öle haben eine antimykotische und antivirale Wirksamkeit. Bei Fußpilz, Nagelpilz und bei Lippenherpes macht man sich diese Wirkung bereits zunutze.

Gewürznelkenöl, Zimtöl, Pfefferminzöl, Teebaumöl und Rosmarinöl haben nachweislich eine antibakterielle Wirkung bei Haut- und Magen-Darm-Erkrankungen. Da ätherische Öle an den Bakterien auf mehreren Ebenen wirksam sind, reduziert sich durch diese Multi-Targetstrategie die Wahrscheinlichkeit der Resistenzentwicklung. Ein Problem, das bei konventioneller Antibiotika-Therapie zunehmend wichtiger wird.

Teebaumöl zeigt an pathogenen E. coli-Bakterien ähnliche strukturelle Veränderungen wie man es von Penicillin bereits kennt.

Selbst in sogenannten Biofilmen sind diese ätherischen Öle noch in der Lage, Bakterien im Wachstum zu hemmen. Der gefürchtete Krankenhauskeim MRSA wird bereits von einer 1%igen Teebaumöl-Lösung innerhalb von 15 Minuten zu 99% abgetötet. Warum dieses Wissen in der Krankenhaushygiene bisher so selten genutzt wird, bleibt im Bereich der Spekulationen. Teebaumöl kostet wahrscheinlich zu wenig.

Biofilmbildung soll auch mit verantwortlich sein bei chronischen Infektionen wie Mittelohrentzündung (Otitis media) Mandelentzündung (Tonsillitis) und auch bei chronischer Prostataentzündung. Teebaumöl-haltige Mundspülungen sollen eine antibakterielle Wirkung bei Karies und Parodontitis haben.

Wenn Sie sich für ätherische Öle und deren Anwendung interessieren, suchen Sie im Internet nach seriösen Informationen. Meine persönliche Empfehlung: ätherische Öle von PRIMAVERA, einem inzwischen weltweit bekannten Unternehmen aus dem Allgäu.
(Winfried Miller)